Musterfeststellungsklage gegen VW –

Einzelklage weist viele Vorzüge gegenüber Musterklage auf

Im Abgasskandal wird am 30. September 2019 die Musterfeststellungsklage gegen VW eröffnet. Bis dahin können sich geschädigte Autokäufer der Musterklage noch anschließen – oder sich auch wieder abmelden. Denn ob die Teilnahme an dem Musterverfahren der beste Weg ist, Schadensersatzansprüche gegen VW durchzusetzen, ist zweifelhaft. Mittlerweile scheint es sinnvoller die Ansprüche in einer Einzelklage durchzusetzen. Dafür sprechen mehrere Gründe.

Wie funktioniert die VW-Musterfeststellungsklage?

Die Möglichkeit einer Musterfeststellungsklage wurde erst 2018 von der Politik geschaffen. Dabei sollte es schnell gehen, damit durch den Abgasskandal geschädigte Käufer noch rechtzeitig ihre Schadensersatzansprüche geltend machen können, bevor diese verjähren. Mehr als 400.000 Verbraucher haben sich der Musterfeststellungsanklage angeschlossen und mit diesem Schritt aus damaliger Sicht vieles richtig gemacht.

Welche Argumente sprechen für die Musterfeststellungsklage?

Durch die Teilnahme an der Musterfeststellungsklage haben Fahrzeugbesitzer die Verjährung ihrer Schadensersatzansprüche durch die Anmeldung gehemmt und gehen damit auch kein Kostenrisiko ein. Diese beiden Argumente sind inzwischen jedoch überholt. Denn Schadensersatzansprüche gegen VW verjähren in der Regel erst Ende 2019 und nicht wie ursprünglich angenommen 2018 und das Kostenrisiko kann auch durch unsere Prozesskostenfinanzierung umgangen werden.

Wie hat sich die Rechtssprechung im Laufe des Dieselskandals entwickelt?

Die Rechtsprechung im Abgasskandal hat sich inzwischen eindeutig zu Gunsten der Verbraucher entwickelt. Zahlreiche Landgerichte haben inzwischen entschieden, dass VW die Käufer durch die Abgasmanipulationen vorsätzlich sittenwidrig geschädigt hat und daher schadensersatzpflichtig ist. Diese Auffassung wurde mittlerweile u.a. von den Oberlandesgerichten Köln, Karlsruhe und Koblenz bestätigt. Auch der BGH hat in einem Hinweisbeschluss Anfang des Jahres klargestellt, dass unzulässige Abschalteinrichtungen einen Sachmangel darstellen. Vor diesem Hintergrund stehen die Aussichten, Schadensersatzansprüche im Wege einer Einzelklage durchzusetzen, besser denn je.

Lohnt sich die Teilnahme an der Musterfeststellungsklage für mich?

Mit dem Musterfeststellungsverfahren wird juristisches Neuland betreten. Seriöse Prognosen über den Ausgang können daher nicht gestellt werden. Sicher ist, dass mit einer langen Verfahrensdauer gerechnet werden muss. VW und andere Beteiligte rechnen nicht vor 2023 mit einer rechtskräftigen Entscheidung. Sollte diese zu Gunsten der Verbraucher ausfallen, müssen diese ihre persönlichen Schadensersatzansprüche anschließend noch individuell geltend machen, so dass noch mehr Zeit vergeht. Die Entscheidung im Musterverfahren ist für alle Beteiligten bindend. Fällt das Urteil positiv für VW aus, kann der Verbraucher seine Ansprüche nicht mehr individuell geltend machen. Verhandelt wird das Musterverfahren ausgerechnet am OLG Braunschweig, das bisher nicht durch einer verbraucherfreundliche Rechtsprechung aufgefallen ist.

Welche Alternative gibt es und kann ich mich noch von der Musterfeststellungklage abmelden?

Die Einzelklage ist erfolgversprechender als die Musterklage und führt deutlich schneller zum Ziel. Auch für Verbraucher, die sich bereits dem Musterverfahren angeschlossen haben, ist dieser Weg noch nicht verbaut. Sie können sich bis zur Eröffnung des Verfahrens am 30. September 2019 wieder aus dem Klageregister abmelden. Die Verjährung ihrer Schadensersatzansprüche bleibt nach der Abmeldung für sechs Monate gehemmt.

Die Vorteile einer Einzelklage im Vergleich zur Musterklage im Überblick:

Musterfeststellungsklage


  • Verfahrensdauer
    Noch nicht absehbar. Allgemein wird von mindestens vier Jahren ausgegangen. Anschließend müssen persönliche Schadensersatzansprüche noch individuell geltend gemacht werden.

  • Erfolgsaussichten
    Ungewiss. Das OLG Braunschweig hat sich im Abgasskandal bislang nicht durch eine verbraucherfreundliche Rechtsprechung ausgezeichnet und auch einige Feststellungsziele der Musterklage bereits angezweifelt.

  • Kostenrisiko
    Im Musterverfahren selbst besteht kein Kostenrisiko. Kosten entstehen aber, wenn die persönlichen Schadensersatzansprüche noch individuell eingeklagt werden müssen.

  • Individuelle Möglichkeiten
    Die Ziele werden in der Sammelklage gebündelt. Eine individuelle Gestaltung und Betreuung der einzelnen Kläger ist nicht möglich. Die Entscheidung im Musterverfahren ist für alle Teilnehmer bindend.

Einzelklage


  • Verfahrensdauer
    Im Schnitt etwa neun bis zwölf Monate.
     

  • Erfolgsaussichten
    Hoch. Eine Vielzahl von Gerichten und auch Oberlandesgerichten hält VW für schadensersatzpflichtig. Hartung Rechtsanwälte hat für eine Vielzahl von Mandanten an unterschiedlichen Gerichten Schadensersatz durchgesetzt.

  • Kostenrisiko
    Hohe Erfolgsaussichten und unsere Prozesskostenfinanzierung minimieren das Risiko. Für Rechtsschutzversicherte besteht kein Risiko.

  • Individuelle Möglichkeiten
    Die Klage wird auf jeden Einzelfall individuell zugeschnitten und mit Ihnen und Ihren Zielen abgestimmt.

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Darin informieren wir Sie gerne, wie Sie Ihre Ansprüche mit einer Einzelklage ohne finanzielles Risiko auch für Ihr Fahrzeug durchsetzen können:

Ja, ich bin Eigentümer eines vom Dieselskandal betroffenen Fahrzeugs mit dem Motor EA189. Ich interessiere mich für eine Prozesskostenfinanzierung, um nach dem Ausstieg aus der Musterfeststellungsklage die besseren Optionen einer Einzelklage ohne finanzielles Risiko nutzen zu können.
Angesprochen sind auch Fahrzeugbesitzer, die noch nichts unternommen haben und die Verjährung Ihrer Ansprüche fürchten. Das hier angeforderte Angebot ist kostenlos und unverbindlich.

... sind im Musterfeststellungsverfahren angemeldet.... haben sich bereits abgemeldet.... haben bislang noch nichts unternommen.
janein
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