+++ BGH-Urteil vom 30.07.2020 hat keine Auswirkungen auf den VW-Nachfolgemotor vom Typ EA288 der Abgasnorm EURO 6 +++
+++ Kenntnis-Problematik ab 2016 gilt ausschließlich für den den VW-Motorentyp EA189 – ausgenommen ist nur der VW T5 +++

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Rückruf für Porsche Cayenne 4.2 Liter Euro 5 wegen unzulässiger AbschalteinrichtungRückrufaktion ALA1

Rückruf für Porsche Cayenne 4.2 Liter Euro 5 wegen unzulässiger Abschalteinrichtung

Auf Anordnung des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) ruft Porsche den Cayenne S Diesel mit 4,2-Liter-V8-Dieselmotor mit der Abgasnorm Euro 5 zurück. Grund ist eine unzulässige Abschalteinrichtung. Durch ein Software-Update soll der Stickoxid-Ausstoß beim Porsche Cayenne 4,2 Liter Euro 5 verbessert werden.

Das KBA hat den Rückruf am 18. März 2020 veröffentlicht. Demnach sind weltweit rund 13.000 und in Deutschland mehr als 5.000 Fahrzeuge betroffen. Dabei handelt es sich um Modelle des Porsche Cayenne S Diesel V8 4,2 Liter TDI mit der Abgasnorm Euro 5 der Baujahre 2013 bis 2018. Die Behörde hat den Rückruf angeordnet, damit unzulässige Abschalteinrichtungen bzw. eine unzulässige Reduzierung der Wirksamkeit des Emissionskontrollsystems entfernt werden. Porsche ruft die betroffenen Modelle nun unter dem Code ALA1 zurück.

Lange hat es gedauert bis Porsche ein Software-Update für den Cayenne Diesel 4,2 Liter Euro 5 entwickelt hat und dieses vom KBA genehmigt wurde. Den Rückruf hatte die Behörde schon im August 2018 angeordnet. Der Bayerische Rundfunk (BR) hatte zuletzt berichtet, dass der betroffene Cayenne anhand verschiedener Parameter wie Motortemperatur, Geschwindigkeit oder Drehzahl erkenne, ob sich das Fahrzeug im Prüfmodus befinde. Nur dann arbeite die Abgasreinigung effektiv, während im realen Betrieb zu viele Stickoxide ausgestoßen werden. Bei Messungen der Deutschen Umwelthilfe überschritt der Porsche Cayenne Diesel 4,2 Liter Euro 5 den zulässigen Grenzwert beim Stickoxid-Ausstoß von 180 Milligramm pro Kilometer fast um das 12-fache.

 

 

 

Nun erhalten die Besitzer des betroffenen Cayenne ein Rückrufschreiben von Porsche. Im Rahmen der Rückruf-Aktion ALA1 sollen sie ihr Fahrzeug in die Werkstatt bringen, damit ein Software-Update aufgespielt werden kann. Porsche versichert, dass das Update keine negativen Auswirkungen auf Verbrauch, CO2-Emissionen oder Leistung haben. Zudem weist der Autobauer darauf hin, dass dem Fahrzeug ohne das Update die Stilllegung drohen kann.

„Wie beim Porsche Cayenne mit der Abgasnorm Euro 6 oder dem Porsche Macan ist nun auch beim Cayenne 4,2 Liter Euro 5 klar, dass Porsche eine unzulässige Abschalteinrichtung verwendet hat. Die betroffenen Besitzer müssen sich nicht mit einem Update abspeisen lassen, sondern können auch Schadensersatzansprüche geltend machen. Verschiedene Gerichte haben Porsche schon wegen der Verwendung unzulässiger Abschalteinrichtungen zum Schadensersatz verurteilt“, sagt Rechtsanwalt Ulf Grambusch, Hartung Rechtsanwälte.

So hat Hartung Rechtsanwälte auch schon im Oktober 2019 Schadensersatz bei einem Porsche Cayenne 4,2 Liter mit der Abgasnorm Euro 5 durchgesetzt. Das LG Flensburg sah es als erwiesen an, dass die Abgaswerte manipuliert wurden (Az.: 4 O 25/19). Es entschied, dass die Audi AG als Herstellerin des Motors das Fahrzeug zurücknehmen und den Kaufpreis abzüglich einer Nutzungsentschädigung zurücknehmen muss (mehr dazu hier).