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Dieselskandal - Porsche und Audi halten Grenzwerte nicht einMessungen der DUH

Dieselskandal - Porsche und Audi halten Grenzwerte nicht ein

Verschiedene Diesel-Modelle von Porsche und Audi stoßen nach wie vor zu viel gesundheitsschädliche Stickoxide aus. Das haben Messungen der Deutschen Umwelthilfe (DUH) ergeben. Bei den Untersuchungen seien die Grenzwerte teilweise um ein Vielfaches überschritten worden, teilte die DUH am 2. Juli 2019 mit. Auch ein vom Kraftfahrt-Bundesamt angeordnetes Software-Update sorge nicht dafür, dass die Grenzwerte für den Stickoxid-Ausstoß eingehalten würden.

Die DUH führte mit ihrem Emissions-Kontroll-Institut (EKI) Abgasmessungen bei verschiedenen Dieselmodellen von Audi und Porsche mit dem 3.0 Liter-Motor der Typs EA 897 im realen Straßenbetrieb und bei unterschiedlichen Außentemperaturen durch. Dabei seien hohe Stickoxid-Werte festgestellt worden, insbesondere im Winterhalbjahr.

Für Diesel-Pkw mit der Abgasnorm Euro 5 liegt der gesetzliche Grenzwert für den Stickoxid-Ausstoß bei 180 Milligramm pro Kilometer. Bei einem Porsche Panamera sei ein durchschnittlicher Stickoxid-Ausstoß von 1498 mg/km bei Außentemperaturen zwischen 10 und 14 Grad gemessen worden, so die DUH. Der Grenzwert für den Stickoxid-Ausstoß wurde demnach um mehr als das Achtfache überschritten.

Auch der Porsche Cayenne mit dem Motor EA 897evo und der Abgasnorm Euro 6 hat den Angaben der DUH zu Folge den Grenzwert für den Stickoxid-Ausstoß vom 80 mg/km um das 3,6- bzw. 4,2-fache überschritten.

Auch das vom Kraftfahrt-Bundesamt angeordnete Software-Update sorgt offenbar nicht dafür, dass der Grenzwert eingehalten wird. Der getestete Porsche Cayenne mit der Abgasnorm Euro 6 überschritt auch nach dem Update den zulässige Grenzwert noch um das 2,4-fache, teilt die DUH mit.

Nicht viel besser fiel das Ergebnis für einen Audi Diesel aus. Der untersuchte Audi SQ5 3.0 TDI Euro 6, so wie der Porsche Cayenne mit dem Motor EA 897evo ausgestattet, stieß bei Außentemperaturen zwischen 4 und 11 Grad durchschnittlich 441 mg NOx/km aus.

Software-Updates für schmutzige Diesel sind ohnehin umstritten, weil die Folgen für den Motor ungewiss sind. „Doch welchen Sinn machen sie, wenn auch nach dem Update die Grenzwerte nicht eingehalten werden? Bläst das Fahrzeug nach dem Update immer noch zu viel Stickoxide in die Luft, ist der Mangel auch nicht behoben. Die DUH fordert zwar ein konsequenteres Vorgehen des Kraftfahrt-Bundesamtes, doch damit ist nicht unbedingt zu rechnen. Betroffene Audi- und Porsche-Kunden müssen ihre Rechte selbst durchsetzen“, sagt Rechtsanwalt Dr. Gerrit W. Hartung, Kooperationspartner der IG Dieselskandal.

Ansprüche können sowohl gegen den Händler als auch gegen den Hersteller geltend gemacht werden. Die Aussichten, Schadensersatzansprüche durchzusetzen, sind gut. Zahlreiche Gerichte haben entschieden, dass die Kunden durch Abgasmanipulationen vorsätzlich sittenwidrig geschädigt wurden und Anspruch auf Schadensersatz haben.